

















HÖGERLI LORRAINE

Das „Högerli“ ist eine kleine, wilde Oase für die Kinder im Quartier Lorraine, Bern.
Ansprechpersonen:
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Hühner:
Anna 079 275 02 52
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Projekte:
Dorla mail@spatzig.ch
079 632 40 09
Spenden: Verein
Das Projekt ist geschenkt: einerseits von der Stadt Bern, die nichts verlangt für Miete, anderseits von ungezählten Arbeitsstunden in Freiwilligenarbeit. Mit grosser Dankbarkeit nehmen wir Spenden entgegen.
Bitte vermerken Sie "Spende Högerli" und Ihren Namen und E-Mailadresse,
falls Sie gerne Vereinsmitglied werden möchten!

Das Högerli ist seit jeher ein kleiner, etwas wilder allmendartiger Ort, der wegen der darunterliegenden Gasleitung nicht überbaut werden kann. Seit 2008 ursprünglich in Zusammenarbeit mit dem Spielbetrieb Lorraine, wird er mit freundlicher Genehmigung und Unterstützung von Stadtgrün, EWB und Tiefbauamt, von den Kindern vom Quartier, in Begleitung ihrer Angehörigen und Nachbarn bespielt, betreut und gepflegt. Das Högerli ist für alle Kinder frei zugänglich. Auf dem Plan ist zu sehen wo speziell Sorge getragen werden muss. Das Högerli sieht jedes Jahr anders aus. Es gab Jahre wo die selbst gewachsene Vegetation überwältigend war. Dann haben Hecken etwas überhandgenommen. Stadtgrün hat Licht hereingebracht, DANKE! Und dieses Jahr wird es von Neuem viel zu entdecken geben: Pflanzenvielfalt, Insekten, Vögel, Natur eben…! Der Bereich in der Mitte ist da zum Bespielen und schon wegen seiner kleinen Platzverhältnisse speziell für die Kinder da.
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Hühner: Der Zaun ist zu ihrem Schutz da, bitte Gatter nie offenlassen, den Hühnern mit Respekt begegnen, sie sind sehr empfindlich, bitte den Anweisungen der jeweils Verantwortlichen folgen!
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Kräuter und Gartenbeete nicht zertrampeln!
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Kein Feuer machen! Wichtig, (Gas!)
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Abfall mitnehmen! (Danke allgemein fürs einsammeln)
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Unter den alten Bäumen nebenan im Dammwegpark gibts einen Trinkwasserbrunnen und ein WC (im Sommerhalbjahr), dort kann man auch grillieren.
Geschichte des Högerlis in Bildern seit 2008:
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Geschichte des Högerlis in Worten seit 2008:
Das Högerli, (amtlich: Gasstation Wyler), war seit jeher ein kleiner, etwas wilder allmendartiger Ort, der wegen der darunterliegenden Gasleitung nicht überbaut werden kann. Arbeiterfamilien hatten früher hier Hasen und Gartenbeete und pflegten hier ihren hart verdienten Feierabend. Darüber verlief im Winter der Schlittelweg, der vor der Erfindung des Salzstreuens via Talweg bis zur Aare ging, unter dem Bahnviadukt hindurch, wo damals seit jeher Hühner und Hasen gehalten wurden und die freien Erdflächen mit Gemüse bepflanzt waren…Diese Menschen verschwanden, wer weiss wohin? Nach der Sanierung der Gasleitung 2007 lag das Gelände plötzlich vollkommen kahl und verlassen da! Ab 2008, ursprünglich in Zusammenarbeit mit dem Spielbetrieb Lorraine, wird es mit freundlicher Genehmigung und Unterstützung von Stadtgrün, EWB und Tiefbauamt, von den Kindern vom Quartier, in Begleitung ihrer Angehörigen und Nachbarn bespielt, betreut und gepflegt. Aktuell sind wir nach all den Jahren daran einen Verein zu gründen und werden an dieser Stelle informieren ab wann wir uns über Mitglieder herzlich freuen!!!! Das Högerli sieht jedes Jahr anders aus! Nach der Sanierung war es eine einzige steilabfallende Fläche. Das erste Projekt war drei Ebenen in das Gelände zu baggern mit Hilfe von Pole Wyss und Andrej Zuber. Dann legte ich (Dorla) die Hecken an für welche Stadtgrün die Büsche zur Verfügung stellte, schaufelte Schleichwege und Verstecke für die Kinder, setzte Beeren, Heilkräuter und insektenfreundliche Blumen. Erste, zweite und fortwährende Projekte war das Staunen über Pionierpflanzenwachstum! Im dritten Jahr machten wir einen Kartoffelacker, mit viel Ziegenmist von den Haldenstrassziegen, und im vierten ein Bohnenfeld, beides um die Erde im oberen Teil vorzubereiten für Gartenbeete. Es gab Phasen wo die selbstgewachsene Vegetation ringsum überwältigend war! 2009 wurde ein Hühnerzaun gesetzt und der Hühnerstall gebaut und eingeweiht. Künstlerische Projekte mit Tonerde und Pflanzen fanden statt, es wurde gespielt und die Natur bestaunt. Die Büsche wurden zu Bäumen und trugen viele Früchte, dann wurde die Hecke beinahe zum Wald. Stadtgrün hat Licht hereingebracht, DANKE Martin und Ramon! Und dieses Jahr wird es von Neuem viel zu entdecken geben: Pflanzenvielfalt, Insekten, Vögel, Natur eben…! Der Bereich in der Mitte ist da zum Bespielen und schon wegen seiner kleinen Platzverhältnisse für die Kinder da. Wie alles begann: Wie so oft wenn etwas entsteht, braucht es jemand der es «anreisst» und dann andere die es auch fühlen und wollen. Ich erzähle hier meine Geschichte vom Högerli, da gäbe es noch ganz viele andere!!!!! Mein Name ist Dorla. Die Idee zu diesem Projekt entstand vor vielen Jahren, als ich mit meinem kleinen Sohn Tim, im Gärtchen vor dem Haus am Talweg, in dem wir wohnten, arbeitete. Immer wieder kamen Kinder vorbei und wollten mithelfen! So entwickelte sich zwischen mir und einigen „wilden“ Quartierkindern eine Freundschaft die darin gipfelte, dass ich von 2004 bis 2009 für den Spielbetrieb Lorraine (DOK, ursprünglich von «Kinderhexe und Zaubermann» injiziert) das öffentlichen Spielangebot für die Kinder vom Quartier leiten durfte. Wie das schon vorher und bis heute noch ähnlich betrieben wird, organisierte ich Quartier, Werk- und Spielnachmittage und Jahreszeitenfeste. Die Ideen dazu entstanden aus den Impulsen der Quartierkinder im öffentlichen Raum: Dazumal vor allem im Dammwegpark und Steckgutwiese. Die Arbeit (die schönste die ich je hatte!) beinhaltete, mich als Dreh- und Angelpunkt zwischen Jung und Alt, Schule und Freizeit zur Verfügung zu stellen. Da waren zeitweise bis zu 70 Kinder und Jugendliche und ihre Eltern und Grosseltern mit welchen ich in Verbindung stand! Begleiterin in Konfliktsituationen zu sein, Zuhören, Pflaster, heißen Tee, etwas zu essen Werkzeug, und Werkmaterial bereit zu halten war meine Aufgabe. Ein starkes Bedürfnis nach grundlegenden Tätigkeiten wie Holzhacken, Feuermachen, Kochen und handwerkliche und künstlerische Tätigkeiten lag in der Luft! Es gab grossformatiges Malen im Freien, Fussbad -und Handmassagenachmittage mit selbstgemachten Kräuteressenzen, Gestalten mit Tonerde, Gips und Specksteinarbeiten, Schnitzen, Kochen im Park auf dem Feuer für die Eltern abends, alles draussen, viel improvisiert, ohne Geld, und die Chefs waren die Kinder……Es war eine tolle Atmosphäre und hat viel Spass gemacht! Das Aufräumen und Verstauen am Abend war stets eine Herausforderung! Wir hatten einzig den Bauwagen im Dammwegpark und einen kleinen Schopf, etwas draussen liegen lassen ging gar nicht. Auf meiner Suche nach Platz, bemerkte ich dieses Stück Gelände, welches nach der Gaspipeline-Sanierung plötzlich brach lag. Es war wie ein Griff nach dem Strohhalm, wenigstens einen freien wilden Ort für die Kinder zu retten, nachdem die letzten Hinterhöfe zugebaut waren. 2008 gab Jürg Jaggi von Stadtgrün das OK, den Ort für die Kindern vom Quartier nutzbar zu machen. Leider wollte /konnte der Spielbetrieb das Projekt nicht tragen und somit halte ich es bis heute für meine Verantwortung die Abmachung mit Stadtgrün einzuhalten: Den Ort für die Kinder vom Quartier freizuhalten. Für mich bedeutet es viel gratis Arbeit aber auch das grosse Vergnügen, an etwas beteiligt zu sein, dass aus sich heraus Sinn macht. Viele Kinder und Erwachsene haben seither mitgeholfen, - manche kurz, manche einige Jahre, bis die Kinder andere Interessen hatten… Immer waren Menschen da die es mittrugen. Schon zu Beginn kamen die Hühner dazu! Ein Projekt von Jürg Bernet und Heidi Moll ꝉ, letztere war bis zu ihrem viel zu frühen Tod die treuste «Hühnermutter». In Zusammenarbeit mit Kindern und Eltern, bildeten sie die erste "Hühnergruppe", die seither immer bestanden hat und die sich immer wieder erneuert mit neuen Kindern und ihren Eltern bis heute! Viele Jahre lebte die Hasenfamilie von Lea Amiet und ihren Kindern im unteren Teil, wie das ja auch schon in den 70ger Jahren der Fall war… Seit einigen Jahren bildet sich wieder eine Gruppe von Kindern und ihren Eltern zum Gärtnern, was absolut wunderbar ist! Bert hat das Regenwassersystem erneuert, ein Tomatenhaus gebaut und mit seinen Kindern ein Gartenbeet angelegt, Mit Hilfe von Mika vom Spielbetrieb hat er die Werkzeugkisten die auseinandergefallen sind, ersetzt durch einen kleinen Schuppen. Alle zurzeit Beteiligten haben mitgeholfen den gesamten Hühnerzaun zu flicken. Die jetzige Hühnercrew hat wieder Seidenhühner zugelegt (die ersten 2009 waren auch Seidenhühner) und sorgt sich einfach umwerfend um sie! Und es ist nicht leicht! Im Winter gefriert das Wasser ein, welches man herschleppen muss, Milben und Katzen attackieren die Hühner, ganz zu schweigen das immerwährende Ausbessern des Zaunes wegen den Mardern und Füchsen…. Denise vom wunderschönen Garten nebenan ist unser wandelndes Kräuterlexikon und gratis Ratgeberin, Barbara, Sarah und ich haben letztes Jahr riesige Mengen an altem Holz entsorgt und für den Häxeldienst bereit gemacht. Ronja und Simona haben einen Riesenkürbis geerntet, Sarah hat die Kräuter übernommen, Merya und Anna haben auch ein Gartenbeet und Anna hat mit mir zusammen nach bald 20-jährigem Bestehen des Projekts, erstmals einen schriftlichen Vertrag mit Stadtgrün unterschrieben! Und ich, nach Jahren und tausenden Gratisarbeitsstunden später, nach zahllosen Kämpfen mit Dornen und Gestrüpp, nach hunderten Malen mähen mit der Sichel und der Sense, nach hunderten von umgepflanzten Himbeerstauden, nach hunderten Gesprächen über den Gartenzaun…. bin immer noch glücklich, wenn ich auf dem Högerli bin und versuche das ganze etwas zusammenzuhalten. Das ist das was ich kann und mittlerweile auch ausgebildet bin dafür: Prozesse halten……Ich bin von Beruf Kunsttherapeutin, Puppenspielerin und Schneiderin, habe bis ca 2017 neben dem arbeiten im Garten, regelmäßig „Gestalten mit Tonerde auf dem Högerli“ angeboten was ich gerne wieder aufgreifen möchte. Das umfassende Thema ist „Erde“. Ich geniesse dieses Stück Erde das niemandem wirklich gehört und das von Leuten gepflegt und geschätzt wird, einfach so, «ohni Gliir» und mit viel Liebe und Achtsamkeit! Ein riesengrosses DANKE an alle Beteiligte und wohlwollende Passanten!!!!!





























